EMISSIONSBILANZ DER KOMPOSTTOILETTE


Eine KOMPOSTTOILETTE beruht auf Trennung der Fraktionen menschlicher Ausscheidungen und auf getrennter Prozessierung der Fraktionen. Die feste Fraktion wird in einem Behälter in der Toilette mit Sägespänen, einem Gemisch aus Sägespänen und Holzasche, feiner Komposterde, Steinmehl oder ähnlichem bedeckt und später am Komposthaufen mit Erde, Grasschnitt, Laub, Rinde ua. Die flüssige Fraktion wird in einem eigenen Behälter aufgefangen und später zu Sträuchern und Bäumen geleert, im Garten verwendet oder auf der Wiese verteilt.
KOMPOSTTOILETTE ist ein Fachausdruck und ergibt in eine Suchmaschine eingegeben eine Fülle von Info im www. Auf vielfache Weise ist der individuelle Bau einer KOMPOSTTOILETTE dokumentiert.

Die Emissionsbilanz der KOMPOSTTOILETTE und des WC (water closet) im Detail

WC Anlagen werden etwa seit einem Jahrhundert verwendet. Bei einem konventionellen WC, water closet, werden im Gegensatz zur KOMPOSTTOILETTE die Fraktionen nicht getrennt gesammelt, sondern in einer eigens designten Porzellanschüssel, der sogenannten Klomuschel, mit 10-15 Liter Trinkwasser aus einem Rohr des Zuleitungssystems in ein Ableitungssystem gespült. Wiederum Rohre, in die bereits Flüssigkeiten aus Waschbecken, Badewannen, Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Gullys etc geleitet wurden oder in der Folge werden. Dieser undefinierbare Cocktail bewegt sich nun in das Areal eines umfangreichen Bauwerkes mit dem offiziellen Namen ABWASSERENTSORGUNGSANLAGE, früher KLÄRANLAGE genannt. Die Anlage umfasst aus Beton gegossene Becken, andere Behälter, Rohrleitungen, Steuerungseinrichtungen, Gebäude, Zufahrt, asphaltierte Flächen, Zäune etc. In der Anlage wird nun versucht, den problematischen Cocktail, also all das Zusammengeschüttete und Zusammengeflossene wieder zu reinigen. Die trübe Brühe enthält neben festen Bestandteilen Öle
und Fette und gelöst Waschmittel, Putzmittel, Medikamentenreste und diverse sonstige Chemikalien, deren wechselseitiges Reaktionsverhalten insgesamt nicht nachvollzogen werden kann. Mit Hilfe technischer Verfahren, etwa durch Hineinpumpen von Luft, können feste Bestandteile und Schwebstoffe schliesslich als Schlamm abgesondert werden.
Der auf diese Weise isolierte Schlamm ist von fragwürdiger Zusammensetzung, sodaß ihn niemand haben will und so wird er aufwendig getrocknet, also unter Zufuhr von Energie, bevor er in unzugänglichen MÜLLEVERBRENNUNGSANLAGEN in Rauch und Asche aufgehen darf. Beide Endprodukte gleichermaßen problematisch wie die Ausgangssubstanz.
Die in der ABWASSERENTSORGUNGSANLAGE prozessierte Flüssigkeit wird sodann in einen Bach, Fluß oder Strom geleitet, was zur Folge hat, daß das Phänomen des Fischreichtums der Legende angehört. Dasselbe gilt für Muscheln, Krebse und andere ehemalige Flussbewohner. Folge davon ist weiters, daß es nicht ratsam ist in Flüssen oder Flußabschnitten zu baden, in die mehrere solche Anlagen münden.
Wenn das verschmutzte Wasser in den Anlagen so gut gereinigt werden würde wie die Administration verkündet, könnte es getrost gleich wieder in die Trinkwassertanks gepumpt werden.
Die Technik der Reinigung verschmutzten Wassers auf diese Art und Weise ist schlicht und ergreifend rückständig, entspricht offiziell aber dem Stand der Technik. Einleuchtend ist, daß diese Anlagen in erster Linie deshalb gebaut werden, weil davon Bauunternehmen, verschiedene spezialisierte Industrieunternehmen und ihre politischen Lobbys und insbesondere der Bankenkomplex profitieren. Die Anlagen sind schliesslich kreditfinanziert.
Die Technik des planlosen Zusammenführens von unterschiedlichsten Substanzen, hier Feststoffe und unterschiedliche Flüssigkeiten fand einst Entsprechung in der Sammlung von Abfall in LKW mit der Aufschrift FÜR EINE SAUBERE UMWELT. Produktruinen und unterschiedlichste Stoffe wurden in diesen LKW zusammengepresst und Richtung Wald und Feld abtransportiert, quasi ins Grüne. Dieser einstige Stand der Technik hat sich als nicht nachhaltig erwiesen, wie man das heute bezeichnet.

All die aufgelisteten Abschnitte der ENTSORGUNG des verschmutzten Wassers sind mit Energieaufwand und folglich mit Emissionen verbunden. Es muss viel mehr Trinkwasser gefördert werden als notwendig wäre. Das bedeutet: Quellfassungen, Baggerung, Betonringe, Rohrleitungen, Hochbehälter, Pumpanlagen, Steuerungselektronik etc Die sogenannte Klomuschel muss erzeugt, gelagert, transportiert, installiert werden. Der Rohstoff dafür muss bergmännisch abgebaut werden, wofür Maschinen notwendig sind, die erzeugt werden müssen. Und zwar in Industrieanlagen, die vorher gebaut werden mußten, was mit Emissionen verbunden war. Aus dem gewonnenen Rohstoff wird durch spezielle Verfahren schliesslich die Klomuschel geformt und gebrannt. Zuleitungen zum WC müssen erzeugt, gelagert, transportiert und verlegt werden. Schliesslich die Ableitung des verschmutzten Wassers und Bau der ABWASSERENTSORGUNGSANLAGE. Monatelange Bauzeit.
Bagger, Muldenkipper, LKW, Tieflader, Kompressoren und andere Baumaschinen erzeugen in diesem Zeitraum von früh bis spät Emissionen. Dazu kommen die Emissionen bei Herstellung und Transport der high tech Materialien für die Anlage, wie Kunststoffrohre, Betonschächte und weiters die Emissionen, die bei der Herstellung der Baumaschinen entstanden sind und schliesslich die Emissionen, die schon bei der Förderung, der Raffination und dem Transport des Treibstoffes entstehen, der die Baumaschinen antreibt und die Herstellung der Kunststoffrohre und der Betonschächte ermöglicht. Die Liste lässt sich endlos verlängern. Doch weiter zum Betrieb der Anlage. Derjenige ist ebenfalls mit Emissionen verbunden, weil die Anlage ständig mit Energie versorgt werden muss. Der produzierte Klärschlamm, der energieaufwendig getrocknet als Sondermüll endgelagert werden müsste, wird munter in den Luftraum vergast. Noch nicht berücksichtigt sind dabei globale klimatische Veränderungen, wie Überschwemmungen, Stürme etc, die einen Ausfall bis hin zur Zerstörung einer Anlage verursachen können. Was aber dann? Notfallplan, Plan B, gibt es nicht bei ABWASSERENTSORGUNGSANLAGEN.
Schliesslich der sozio-ökonomische Aspekt der Anlage: die finanziellen Kosten für die angeschlossenen Anschlusspflichtigen. Die Mehrzahl der Beteiligten kann die Banknoten für den Anschluss nicht einfach aus dem Ärmel schütteln, sondern muß sie durch Herunterschrauben des Lebensstandards aufbringen, durch Mehrarbeit erwirtschaften oder kreditfinanzieren. Dann also wieder anstatt entspannt tief durchatmen, weiterhin Vollgas geben, Emissionen produzieren.
Die ursprünglichen Substanzen, aus denen ein Nutzen als Kompost und als Stickstoffdünger gezogen werden hätte können, werden total deformiert und die Beseitigung des sogenannten Klärschlammes verursacht das Gegenteil von Nutzen, nämlich Schaden und damit verbunden Kosten.


Eine KOMPOSTTOILETTE kann bereits mit 1qm Grundfläche auskommen. Das darauf zu errichtende Bauwerk kann mit minimalsten handwerklichen Fähigkeiten verwirklicht werden. Aus Kanthölzern und Brettern etwa. Ein paar Nägel sind noch notwendig, Bogensäge, Stemmeisen und Hammer. Weiters ein paar Dachziegel und zwei handliche Behälter aus Blech oder Kunststoff. Der Transport des Toiletteninhalts zum Komposthaufen im Garten kann händisch erfolgen oder mit einem Schubkarren. Die Emissionen, die bei der Herstellung der Bretter und des Werkzeuges, der Kunststoffbehälter und bei der Errichtung des Bauwerkes entstehen, sind im Vergleich zu den Emissionen, die der Bau eines WC, water closet, verursacht gleich null. Der Betrieb der KOMPOSTTOILETTE verursacht keine Emissionen. Im Gegenteil, er bringt Gewinn. Die KOMPOSTTOILETTE produziert Stoffe, die im Garten nutzbringend eingesetzt werden können. Die Anwendung von KOMPOSTTOILETTEN in Städten, Metropolen, Hochhäusern, Wolkenkratzern ua ist bloss ein technisches Problem. Angesichts des kreativen Potentials in den Industrieländern dort auch sicher schnell gelöst. Immerhin ist es schon möglich, tausend Meter unter dem Meeresspiegel Löcher in die Erdkruste zu bohren, Sprengkörper von fliegenden Maschinen abzuwerfen, weltweit Falschmeldungen zu verbreiten und einiges andere mehr.

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