FORSCHUNGSINSTITUT EMISSIONSFREIE TECHNOLOGIE
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
TF 07952-8235
email: office@sensenmaehen.at, www.sensenmaehen.at, www.backwood.at


Torben Walter
Büro LR Rudolf Anschober
Land OÖ Ressort UMWELT
Promenade 37
A-4021 Linz 14 Jan 2011


betrifft: LrAn-200009/85-2010-tw/ah vom 03 Jan 2011
EMISSIONSFREIE TECHNOLOGIE Projekt TROCKENTOILETTE


Sehr geehrter Herr Walter


Ich befürchte, daß das Projekt TROCKENTOILETTE nicht wirklich zu Ihnen rüber kommt.
Der wichtige Punkt beim DERZEITIGEN Stand der Projektentwicklung ist nicht die Umstellung der Toilettensysteme von Linz, Shanghai oder Sao Paulo. Das Prinzip der TROCKENTOILETTE ist auch nicht, ich muss mich jetzt wie ein Papagei wiederholen, die DEPONIERUNG oder VERBRENNUNG sondern die KOMPOSTIERUNG. Das ist ein natürlicher also ÖKOLOGISCHER Vorgang. KOMPOSTIERUNG findet unabhängig von den high-tech-Aktivitäten des Menschen permanent in der NATUR statt. DEPONIERUNG und VERBRENNUNG hingegen sind Aktivitäten, die auf den Menschen zurückzuführen sind. DEPONIERUNG ist eindimensional, Material wird an einem bestimmten Ort abgelagert. Außer daß problematische Sickerwässer ins Grundwasser gelangen, passiert da nix. Bei VERBRENNUNG entstehen wie man annehmen kann problematische Abgase. Zuvor muß das Material getrocknet werden, ein Vorgang der ebenfalls mit Emissionen verbunden ist, weil dafür ja Energie aufgewendet werden muss. Und nicht zu wenig, wie aus Ihrem Folder 'energieeffiziente Abwasserreinigung' hervorgeht. Im Unterschied dazu befindet sich und bleibt ein Stoff bei KOMPOSTIERUNG durch natürlichen Zerfall, Abbau, Umwandlung, also durch einen Prozess, im Naturkreislauf.
Die von Ihnen in mein Ansuchen hineininterpretierte beabsichtigte globale MASSENVERBREITUNG der TROCKENTOILETTE kann zu diesem Zeitpunkt wohl nicht Gegenstand des Ansuchens sein. Schon die beantragte Fördersumme deutet darauf hin.
Die Technik wird nicht nur von mir sondern allgemein mit TROCKENTOILETTE bezeichnet, da dieser technische Terminus bereits den Unterschied zu dem herkömmlichen System des WC, WATER CLOSET, erhellt. Ihre engagierte Verbesserung auf '"verbessertes" Plumpsklo' bringt in der Suchmaschine keine weiterführenden Ergebnisse. Bei einem WC, water closet, wird übrigens der Stoff, um den es hier geht, in der Klomuschel mit etwa 10 bis 15 Liter Trinkwasser weggespült.
Intelligent, isn't it?
Sie stellen auch einen "technischen Rückschritt von einer massentauglichen hin zu einer höchst individuell verwendbaren Lösung der Exkrementenentsorgung" fest. Sie haben es erkannt, es geht nicht um technischen Fortschritt sondern um ÖKOLOGIE. Ähnlich auch der Gegensatz RADFAHREN und AUTOMOBILISMUS. Aber auch Atomkraftanlagen wurden als technischer Fortschritt bekannt. Jetzt bedeutet ihre Außer-Betrieb-Stellung Fortschritt. Nicht viel anders bei Straßenbauprojekten. Der WESTRING wird von den Befürwortern/Betreibern auch als Fortschritt gepriesen. Technischer Fortschritt nehme ich an.
Kommentar zu Ihren unter • Punkten zusammengefassten Anmerkungen:

• TROCKENTOILETTEN werden bereits von Firmen angeboten. Link-Liste im ursprünglichen Ansuchen oder einfach den Begriff googeln. Ich verwende seit etwa fünf Jahren TROCKEN-TOILETTEN. Diese habe ich selbst entwickelt und gebaut. Eine davon ist die Toilette der GARAGE DRUSHBA, des Veranstaltungsgebäudes des Kulturvereins BACKWOOD. www.backwood.at

• TROCKENTOILETTEN stellen trotz Ihres Pessimismus de facto eine innovative Entwicklung dar. In herkömmlichen WC-, WATER CLOSET, Anlagen wird die Sch....e mit TRINKWASSER in ein Rohrleitungssystem gespült, wo sich schon Waschlauge und gelöste chemische Substanzen tummeln. Das Endprodukt der herkömmlichen Methode, der KLÄRSCHLAMM, wird als SONDERMÜLL klassifiziert und in fragwürdigen Anlagen deponiert oder vergast. Die Flüssigkeit, die aus sogenannten KLÄRANLAGEN in Flüsse eingeleitet wird, ist verantwortlich für das Verschwinden (Aussterben) von Fischen, Krebsen, Muscheln, für die Zunahme von Algenwuchs, für Unattraktivität als Badegewässer etc

• Der AltersVergleich Atomkraftwerke und TROCKENTOILETTEN hat mindestens einen Haken. Die Technik TROCKENTOILETTE ist erst ein paar Jahre alt. Eine TROCKENTOILETTE basiert auf der Trennung der Substanzen in der Toilette. Des weiteren auf der getrennten Prozessierung der Fraktionen. Das gibt's wahrnehmbar erst seit ein paar Jahren. Abgesehen von der Pionierleistung von FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER.
Was Sie als Charakteristika für die Atomkraft anführen, nämlich veraltet und überholt können Sie getrost auf das WC, WATER CLOSET, anwenden.

• Die derzeitige Struktur der Abwasserentsorgung funktioniert sehr gut, wie Sie sagen.
Es profitieren in erster Linie:
-der Bankenkomplex an den Zinsen.
Die extrem teuren Anlagen werden schliesslich mit Krediten finanziert.
-die Industrie.
Es handelt sich um high-tech-Anlagen, ausgestattet mit Aggregaten, Pumpen, Gebläsen, Motoren, Mess-, Steuer- und Regelsystemen, Behältern, Rohrleitungen, Installationen etc
-Bauunternehmen.
Ihre Maschinenparks sind ausgelastet. Im Einsatz sind Bagger, Radlader, LKW, Tieflader, Muldenkipper, Betonmischer, Kompressoren, Bohr- und Schremmmaschinen, Pumpen, Container etc
Ein erfreulicher Effekt so nebenbei: die an diese Anlagen per Verordnung Angeschlossenen zahlen hohe Anschlusskosten und hohe laufende Gebühren. Insbesondere erstere Kosten erfordern Kreditaufnahme. Verbunden mit Zinszahlungen führen sie zu Verschuldung. Wie zugeschnitten auf den Bankenkomplex.

• Unter Ihrem letzten Punkt merken Sie unbehandelte Fäkalien an und stellen bei Anfall derselben einen naturfernen und naturschädlichen Eintrag von Nähr- und Schadstoffen fest, der aus fachlicher Sicht lediglich bei kleinen Einzelanlagen toleriert werden kann.
Der Bezug zum Projekt TROCKENTOILETTE bleibt mir verschlossen. Der wesentliche Punkt dieser Technik ist die KOMPOSTIERUNG. Dabei handelt es sich, wie bereits berichtet, um einen Prozess, der in der Natur abläuft. Ein Kreislauf. Ein Naturkreislauf.
Naturferner und naturschädlicher Eintrag von Nähr- und Schadstoffen ist sehr wohl festzustellen in den Flüssen, in die sogenannte KLÄRANLAGEN münden, wobei es sich aber selten um kleine Einzelanlagen handelt.

Abschliessend darf ich noch einmal präzisieren bzw wiederholen, wofür ich eine Förderung aus den Mitteln des Budgets des Ressorts Umwelt beantrage:

Förderung der bisherigen Kosten des Projekts.
Vorträge zur Technik und workshops zum Bau von Trockentoiletten.
Mediale Maßnahmen zur Bekanntmachung und Verbreitung dieser ökologische Technik. Reportagen etwa. In printMedien, Radio und TV.
Einrichtung einer website und Druck von InfoMaterial.


Abgesehen davon könnte die Landesregierung, das Ressort Umwelt doch das FORSCHUNGSINSTITUT EMISSIONSFREIE TECHNOLOGIE bei Kanalbauvorhaben einbinden und beauftragen, die Anschlusspflichtigen von der Existenz von TROCKENTOILETTEN zu informieren. Die bereits bestehenden Abwassergenossenschaften wären ein weiteres Feld für Beratungstätigkeit.

Ich beantrage die angeführten Aktivitäten im Budgetjahr 2011 mit einem ernstzunehmenden Betrag - dabei denke ich an fünf Ziffern vor dem Komma - zu fördern.


mit freundlichen Grüßen
Karl Katzinger


Ich bedanke mich für den mitgeschickten Folder ENERGIEEFFIZIENTE ABWASSERREINIGUNG. Daraus entnehme ich, daß die Abwasserreinigungsanlage häufig der größte Strom-Einzelverbraucher der Kommune ist.
Das Bild ist auch nicht schlecht:
Im Hintergrund das Ökosystem FLUSS. In unmittelbarer Nähe die high-tech-Anlage, die auf Grund ihrer Konzeption durch Technokraten allein optisch schon jenseits von ökologisch daherkommt. Nicht auszuschliessen auch, daß der Fluß die Anlage einmal überflutet. Kollateralschaden?


 

 

 

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Torben Walter
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A-4021 Linz 6 Dez 2010

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EMISSIONSFREIE TECHNOLOGIE Projekt TROCKENTOILETTE

Sehr geehrter Herr Walter

Vielen Dank für Ihr verständnisvolles Schreiben vom 26 Nov. Ich möchte mich für den Projektantrag entschuldigen. Er war etwas zu lang geraten und hat Sie offenbar überfordert. Ich versuche eine Kurzfassung: TROCKENTOILETTEN für den ländlichen Raum sind sehr einfach zu bauen. Details im Projektantrag. Für Innenräume in Stadtwohnungen gibt es prinzipiell schon entwickelte Systeme, die von Firmen angeboten werden. Siehe link Liste. Was die Logistik des Transports und der Kompostierung betrifft, habe ich auf das kreative Potential in der Ersten Welt hingewiesen. Schliesslich ist der Bau zb von Atomkraftwerken und Atombomben doch eine viel größere technische Herausforderung, als die Implementierung von TROCKENTOILETTEN im städtischen Raum. Die Idee der TROCKENTOILETTE ist übrigens nicht von mir. Ich wende diese Technik an. Diese Technik wird bereits kommerziell angeboten. Siehe link Liste und das Manifest von Friedensreich Hundertwasser aus dem Jahre Schnee.
Dass dieses Thema ein Tabu ist, dürfte wohl klar sein. Trotzdem erwarte ich mir von einem Experten der Umweltabteilung, dass er eine Trockentoilette nach Lektüre des Projektantrages nicht mehr mit Rohrleitungen, Deponie und Verbrennungsanlagen verwechselt. Wie stellen Sie sich den Transport von trockener Substanz im Rohr vor? Im Projektantrag wurde detailliert ausgeführt, dass ebendiese Substanz in den Naturkreislauf übergeführt wird. Der Begriff dafür ist Kompostierung. Deponierung, die Sie anführen, ist ausserhalb des Naturkreislaufes. Also etwas ökologisch unerwünschtes. MüllVerbrennung ebenfalls. Explizit steht in meinem Antrag, dass diese rückständigen Methoden durch die Technik TROCKENTOILETTE überwunden werden.
Ihr Bericht von einer Loveparade in Berlin, waren Sie denn dort dabei?, lässt für mich bloß einen Schluss folgern: falls es so war, wie Sie angeben, dann hat dort etwas gefehlt. TROCKENTOILETTEN höchstwahrscheinlich.
Ich darf Sie im übrigen insofern beruhigen, dass wir mit dem beantragten 5 stelligen Förderbetrag nicht vorhaben, jetzt gleich ganz Linz, die Stadt, die Sie erwähnen, mit TROCKENTOILETTEN auszustatten. Das ist nämlich mit einem Betrag in dieser Höhe nicht möglich. Bedenken Sie auch, dass der Windpark in Parndorf nicht über Nacht gebaut werden konnte.
Ich ersuche Sie abschliessend, den Projektantrag doch zu lesen und möchte noch bitte darauf hinweisen, die angeführten Maßnahmen, auf die sich der beantragte Förderbetrag bezieht, zu beachten.

hochachtungsvoll
Karl Katzinger

 

 

 

 

 

 

 

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Büro LR Rudolf Anschober
Land OÖ Ressort UMWELT
Promenade 37
A-4021 Linz 7 Nov 2010


betrifft: EMISSIONSFREIE TECHNOLOGIE
Projekt Trockentoilette


Sehr geehrter Herr Anschober
Sehr geehrte Damen und Herren im Büro des LR


Das hier vorgestellte Projekt ist das Ergebnis einer längeren Beschäftigung mit dem Thema. Weiters auch Reaktion auf Bestimmungen und Verordnungen der UmweltAdministration betreff Reinigung von verschmutztem Wasser, üblicherweise als Abwasser bezeichnet. Offizielle Strategie zur Reinigung verschmutzten Wassers ist ausschliesslich der Bau von kostspieligen technischen Anlagen. Die Inanspruchnahme der Dienste der Anlagebetreiber wird per Dekret zur Pflicht erklärt. Ökologische Lösungen sind unerwünscht, schliesslich ist die offizielle ohnehin vollbiologisch. Der Bau der Anlagen verursacht hohe Kosten für die sogenannten Anschlusspflichtigen, was sich erfreulich für Bauunternehmen, Industrie und Banken auswirkt. Ausnahmen gibt es nur für Wasserverschmutzer großen Stils. AgroIndustrie etwa.
Das Projekt TROCKENTOILETTE hat ein kaum abschätzbares Potential, Trinkwasserverbrauch zu reduzieren und Trinkwasserressourcen zu schützen. Es erfordert und fördert noch dazu persönliches Engagement und erzeugt Umweltbewußtsein.
In den letzten Jahren ist Einsparung von Energie und Erschliessung umweltschonender Energiequellen ein Thema geworden. Die Analogie zu den Trinkwasserquellen ist leicht erkennbar. Ökologische Abläufe müssen beachtet werden, um eine Reduzierung des Verbrauchs und die Reinhaltung von Trinkwasser zu erreichen. In welcher Metropole der Welt ausser Wien, das großteils über eine Hochquellenwasserleitung verfügt, fliesst noch chlorfreies Wasser aus der Leitung?
TROCKENTOILETTEN können sehr einfach selbst gebaut werden. Es gibt auch Unternehmen, die fix und fertige TROCKENTOILETTEN für Innenräume anbieten.

Im FORSCHUNGSINSTITUT EMISSIONSFREIE TECHNOLOGIE und dem Veranstaltungsgebäude GARAGE DRUSHBA des Kulturverein BACKWOOD sind schon seit Jahren ausschliesslich TROCKENTOILETTEN in Verwendung. BeamtInnen von örtlichen und regionalen Behörden, Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft, haben offenbar von der Existenz von TROCKENTOILETTEN noch nichts gehört und gesehen. Möglicherweise sind sie nicht einmal in der Lage, diesen Begriff zu googeln. Anders ist es nicht zu verstehen, dass diese Personen auf geschützten Arbeitsplätzen unser Projekt fortwährend bekämpfen. Teils auch kabarettreif. So wurde verlangt, ein Gebäude, in dem sich keine Rohrleitungen befinden, an ein Kanalnetz anzuschliessen.
Ich ersuche, dieses Projekt zur Vermeidung von Wasserverunreinigung und Verringerung der Trinkwasservergeudung offiziell anzuerkennen und die bisherigen Kosten zu subventionieren.
Für das kommende Jahr planen wir Vorträge und workshops zum Bau von TROCKENTOILETTEN. Weiters möchten wir versuchen, mediale Instrumente einzusetzen, um diese ökologische Technik bekannt zu machen. Reportagen etwa. In printMedien, Radio und TV. Die Einrichtung einer website und Druck eines Folders sind weitere Optionen.
Abgesehen davon könnte die Landesregierung das INSTITUT EMISSIONSFREIE TECHNOLOGIE bei Kanalbauvorhaben einbinden und beauftragen, die Anschlusspflichtigen von der Existenz von TROCKENTOILETTEN zu informieren. Die bereits bestehenden Abwassergenossenschaften sind ein weiterer Ansatzpunkt für Beratungstätigkeit.
Ich ersuche die angeführten Aktivitäten im Budgetjahr 2011 mit einem fünfstelligen Betrag zu fördern.


mit freundlichen Grüßen


PROJEKTBESCHREIBUNG


Eine Trockentoilette beruht auf Trennung der Fraktionen menschlicher Ausscheidungen und auf getrennte Prozessierung der Fraktionen. Die feste Fraktion, jugendfrei Gacki genannt, wird in einem Behälter in der Toilette mit Sägespänen, feiner Komposterde oder ähnlichem bedeckt und später am Komposthaufen mit Grasschnitt, Laub, Küchenabfällen, Rinde ua. Die flüssige Fraktion, auch Lulu genannt, wird in einem eigenen Behälter aufgefangen und später zu Sträuchern und Bäumen geleert, im Garten verwendet oder auf der Wiese verteilt.

Die Emissionsbilanz der Trockentoilette und des WC water closet im Detail

WC Anlagen werden etwa seit einem Jahrhundert verwendet. Bei einem konventionellen WC, water closet, werden im Gegensatz zur Trockentoilette die Fraktionen nicht getrennt gesammelt, sondern in einer eigens designten Porzellanschüssel, der sogenannten Klomuschel, mit 10-15 Liter Trinkwasser aus einem Rohr des Zuleitungssystems in ein Ableitungssystem gespült. Wiederum Rohre, in die bereits Flüssigkeiten aus Handwaschbecken, Waschmaschinen, Geschirrspülmaschnen und ähnlichen geleitet wurden oder in der Folge werden. Dieser undefinierbare Cocktail bewegt sich nun in das Areal einer Anlage, auch Klärwerk genannt. Die Anlage umfasst aus Beton gegossenene Becken, andere Behälter, Rohrleitungen, Steuerungseinrichtungen, Gebäude, Zufahrt, asphaltierte Flächen, Zäune etc. In der Anlage wird nun versucht, den problematischen Cocktail, also all das Zusammengeschüttete und Zusammengeflossene wieder zu reinigen. Die trübe Brühe enthält neben festen Bestandteilen, Öle
und Fette und gelöst Waschmittel, Putzmittel, Medikamentenreste und diverse sonstige Chemikalien, deren wechselseitiges Reaktionsverhalten insgesamt nicht nachvollzogen werden kann. Mit Hilfe technischer Verfahren, etwa durch Hineinpumpen von Luft, können feste Bestandteile und Schwebstoffe schliesslich als Schlamm abgesondert werden.
Der auf diese Weise isolierte Schlamm ist von fragwürdiger Zusammensetzung, sodass ihn niemand haben will und so wird er noch aufwendig getrocknet bevor er in unzugänglichen Verbrennungsanlagen in Rauch und Asche aufgehen darf. Beide Endprodukte gleichermaßen problematisch wie die Ausgangssubstanz.
Die in der Anlage gereinigte Flüssigkeit wird sodann in einen Bach, Fluß oder Strom geleitet, was zur Folge hat, dass das Phänomen des Fischreichtums der Legende angehört. Dasselbe gilt für Muscheln, Krebse und andere ehemalige Flussbewohner. Folge davon ist weiters, dass es nicht ratsam ist in Flüssen oder Flußabschnitten zu baden, in die mehrere solche Anlagen münden.
Wenn das verschmutzte Wasser in den Anlagen so gut gereinigt werden würde, wie die Betreiber verkünden, könnte es getrost gleich wieder in die Trinkwassertanks gepumpt werden.
Die Technik der Reinigung verschmutzten Wassers auf diese Art und Weise ist schlicht und ergreifend rückständig, entspricht aber angeblich dem Stand der Technik. Einleuchtender ist, dass diese Anlagen in erster Linie deshalb gebaut werden, weil davon der Bankenkomplex, verschiedene spezialisierte Industrieunternehmen, die Bauwirtschaft und ihre politischen Marionetten profitieren. Die Anlagen sind schliesslich kreditfinanziert. .
Die Technik des planlosen Zusammenführens von unterschiedlichsten Substanzen, hier Feststoffe und unterschiedliche Flüssigkeiten fand einst Entsprechung in der Sammlung von Abfall in LKW mit der Aufschrift Für eine saubere Umwelt. Produktruinen und unterschiedlichste Stoffe wurden in diesen LKW zusammengepresst und Richtung Wald und Feld abtransportiert, quasi ins Grüne. Dieser einstige Stand der Technik hat sich als nicht nachhaltig erwiesen, wie man das heute bezeichnet.

All die aufgelisteten Abschnitte der Reinigung des verschmutzten Wassers sind mit Energieaufwand und folglich mit Emissionen verbunden. Es muss viel mehr Trinkwasser gefördert werden als notwendig wäre. Die sogenannte Klomuschel muss erzeugt, gelagert, transportiert, installiert werden. Der Rohstoff dafür muss bergmännisch abgebaut werden, wofür Maschinen notwendig sind, die erzeugt werden müssen. Und zwar in Industrieanlagen, die vorher gebaut werden mußten, was mit Emissionen verbunden war. Aus dem gewonnenen Rohstoff wird durch spezielle Verfahren schliesslich die Klomuschel geformt und gebrannt. Zuleitungen zum WC müssen erzeugt, gelagert, transportiert und verlegt werden. Schliesslich die Ableitung des verschmutzten Wassers und Bau der Anlage Klärwerk. Monatelange Bauzeit.
Bagger, Muldenkipper, LKW, Tieflader, Kompressoren und andere Baumaschinen erzeugen in diesem Zeitraum von früh bis spät Emissionen. Dazu kommen die Emissionen bei Herstellung und Transport der high tech Materialien für die Anlage, wie Kunststoffrohre, Betonschächte und die Emissionen, die bei der Herstellung der Baumaschinen entstanden sind und schliesslich die Emissionen, die schon bei der Förderung, der Raffination und dem Transport des Treibstoffes entstehen, der die Baumaschinen antreibt und die Herstellung der Kunststoffrohre und der Betonschächte ermöglicht. Die Liste lässt sich endlos verlängern. Doch weiter zum Betrieb der Anlage. Der ist ebenfalls mit Emissionen verbunden, weil die Anlage ständig mit Energie versorgt werden muss. Der produzierte Klärschlamm, der energieaufwendig getrocknet als Sondermüll endgelagert werden müsste, wird munter in den Luftraum vergast. Nicht berücksichtigt sind weiters globale klimatische Veränderungen, wie Überschwemmungen, Stürme etc, die den Ausfall bis hin zur Zerstörung der Anlage verursachen können. Was aber dann?
Schliesslich der sozio-ökonomische Aspekt der Anlage: die finanziellen Kosten für die angeschlossenen Anschlusspflichtigen. Die Mehrzahl der Beteiligten kann die Banknoten für den Anschluss nicht einfach aus dem Ärmel schütteln, sondern muß sie durch Herunterschrauben des Lebensstandards aufbringen oder durch Mehrarbeit erwirtschaften. Dann also wieder anstatt entspannt tief durchatmen, weiterhin Vollgas geben, Emissionen produzieren.
Die ursprünglichen Substanzen, aus denen ein Nutzen als Kompost und als Stickstoffdünger gezogen werden hätte können, werden total deformiert und die Beseitigung des sogenannten Klärschlammes verursacht das Gegenteil von Nutzen, nämlich Schaden und damit verbunden Kosten.

Eine TROCKENTOILETTE kann bereits mit 1qm Grundfläche auskommen. Das darauf zu errichtende Bauwerk kann mit minimalsten handwerklichen Fähigkeiten verwirklicht werden. Aus Kanthölzern und Brettern etwa. Ein paar Nägel sind noch notwendig, Bogensäge, Stemmeisen und Hammer. Weiters ein paar Dachziegel und zwei handliche Behälter aus Blech oder Kunststoff. Der Transport des Toiletteninhalts zum Komposthaufen und im Garten kann händisch erfolgen oder mit einem Schubkarren. Die Emissionen, die bei der Herstellung der Bretter und des Werkzeuges, der Kunststoffbehälter und bei der Errichtung des Bauwerkes entstehen, sind im Vergleich zu den Emissionen, die der Bau eines WC verursacht gleich null. Der Betrieb der Trockentoilette verursacht keine Emissionen. Im Gegenteil, er bringt Gewinn. Die Trockentoilette produziert Stoffe, die im Garten nutzbringend eingesetzt werden können. Die Anwendung von TROCKENTOILETTEN in Städten, Metropolen, Hochhäusern, Wolkenkratzern ua ist bloss ein technisches Problem. Angesichts des kreativen Potentials in den Industrieländern sicher schnell gelöst. Immerhin ist es schon möglich, tausend Meter unter dem Meeresspiegel Löcher in die Erdkruste zu bohren, Sprengkörper von fliegenden Maschinen abzuwerfen, weltweit Falschmeldungen zu verbreiten, Geld zu drucken und einiges andere mehr.


Quellen:
Suchbegriffe

DRY TOILET
TROCKENTOILETTE, TRENNTOILETTE, KOMPOSTTOILETTE
www.composttoilet.eu
http://vsl.cape.com/~cdt cotuit dry toilets
www.letsgogreen.com
www.drytoilet.org Global Dry Toilet Association of Finland
www.berger-biotechnik.de
www.biolan.fi
www.bueroholzapfel.de
www.oeko-energie.de

www.hundert-wasser.org/files/hundertwasser_text.pdf