2012 05 08 ANDROHUNG DER ERSATZVORNAHME BH FREISTADT GATTRINGER

2012 04 27 BESCHEID OOE GV LUNZ

Karl Katzinger
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
backwood@servus.at www.backwood.at www.sensenmaehen.at

Bezirkshauptmannschaft Freistadt
Promenade 5
4240 Freistadt 20 Feb 2012

Betrifft: UR01-23-2011 vom 03 Feb 2012

BERUFUNG

Wegen Rechtswidrigkeit des gegenständlichen Bescheid.


BEGRÜNDUNG

Der im Bescheid UR01-23-2011 vom 03 Feb 2012 strapazierte Bescheid der OÖ Landesregierung UR-2010-3950/6-Lu/Kl vom 30 Jänner 2012 hat bis dato keine Rechtskraft erlangt.
Nicht rechtskräftig ist weiters Verfahren UR96-10-2011.
Chronologie dieses Verfahrens:
Androhung einer Zwangstrafe UR01-23-2011 vom 16 März 2011
Strafverfügung UR96-10-2011 vom 12 April 2011 und
Straferkenntnis UR96-10-2011 vom 03 Aug 2001.

Als integralen Bestandteil dieser Berufung betrachten Sie meine bereits im Akt vorhandenen Schriftsätze:
Stellungnahme vom 31 März 2001 zu UR 01-23-2011
Einspruch vom 17 April 2011 zu UR96-10-2011 vom 12 April 2011
Berufung vom 17 Dez 2011 zu UR96-10-2011 vom 03 August 2011

In diesen Schriftsätzen ist auch meine finanzielle Situation dokumentiert. Bestandteil der Berufung vom 17 Dez 2011 gegen UR96-10-2011 vom 03 Aug 2011 ist meine Einnahmen/Ausgaben Aufstellung 2010/2011. Erstellt anläßlich meiner Berufung vom 11 Nov 2011 gegen den Bescheid des GR Weitersfelden Bau-290-2011 vom 08 Juli 2011 gegen meinen Antrag vom 28 April 2011 auf AUSNAHME VON DER ANSCHLUSSPFLICHT § 13 OÖ Abwasserentsorgungsgesetz.
Abgesehen von der Unrechtmäßigkeit der Zwangsstrafe verweise ich auf den im gegenständlichen Bescheid unter RECHTSMITTELBELEHRUNG mitgelieferten Text: durch die Eintreibung der Geldleistung Ihr notdürftiger Unterhalt oder der notdürftige Unterhalt der Personen, für die Sie nach dem Gesetz zu sorgen habe, gefährdet wird.
Dies ist ausserdem der Fall.
Ich beantrage die sofortige Einstellung dieses dubiosen Verfahrens und eine angemessene finanzielle Entschädigung wie in der Berufung vom 17 Dez 2011 bereits kommuniziert.

Karl Katzinger

BESCHEID ÜBER EINE ZWANGSSTRAFE
ANDROHUNG EINER WEITEREN ZWANGSSTRAFE

 

Karl Katzinger
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden

BH-Freistadt
Promenade 5
4240 Freistadt 17 Dez 2011

Betrifft: UR96-10-2011 vom 03 Aug 2011

BERUFUNG

Unter dem Pseudonym die Behörde hat erwogen beschuldigt mich der Sachbearbeiter nicht nur fahrlässigen Verhaltens sondern vorsätzlichen Handelns und behauptet weiters, ich hätte in meinem Einspruch nicht glaubhaft gemacht, dass mich hinsichtlich der Verletzung der Verwaltungsvorschriften kein Verschulden trifft. Diese Behauptungen sind falsch. Richtig ist vielmehr, dass hier weder fahrlässiges Verhalten vorliegt noch vorsätzliches Handeln hineininterpretiert werden kann. Ausserdem habe ich detailliert ausgeführt dh glaubhaft gemacht, dass mich an der hypothetischen Verletzung einer Verwaltungsvorschrift kein Verschulden trifft.
Ich verweise auf meine Schriftsätze vom 30 März und 17 April dieses Jahres. Zusammenfassend teile ich der Behörde erneut mit, dass ich freiberuflich im Kunst-, Kultur und Ökobereich tätig bin. Das daraus erzielte Einkommen reicht zum Leben nicht aus, sodass ich ausserdem auf die Produkte aus meiner landwirtschaftlichen Tätigkeit angewiesen bin. Eine aktuelle Aufstellung meiner Einkünfte ist angeschlossen. Auf Grund dieses geringen Einkommens war und ist die Bezahlung der von dem Kanalnetzbetreiber geforderten Anschlussgebühr illusorisch und verunmöglicht. Für die von der Behörde geforderte Herstellung des technischen Anschlusses ist die Bezahlung dieser Anschlussgebühr laut den Bedingungen und Auflagen des Kanalnetzbetreibers jedoch Voraussetzung. Ich hätte den technischen Anschluss nur realisieren können ohne die Einwilligung des Kanalnetzbetreibers, also nur in einer Nacht- und Nebelaktion. Illegal mit einem Wort. Dies hätte anzunehmenderweise mindestens eine Klage wegen Besitzstörung zur Folge. Es wird wohl nicht im Sinne des Gesetzgebers sein, dass ich den technischen Anschluss unter den beschriebenen Bedingungen realisiere. Es würde der Aufforderung zu einer Straftat gleichkommen.
Andererseits verstößt das Erzielen eines so geringen Einkommens, das zwar das Überleben noch ermöglicht, nicht jedoch das Ansparen eines Betrages in der Höhe der geforderten Anschlussgebühr, nicht gegen bestehende Rechtsvorschriften. Deshalb kann keinesfalls von fahrläßigem Verhalten und schon gar nicht von vorsätzlichem Handeln die Rede sein. Vielmehr trifft schuldhaftes fahrläßiges Verhalten und vorsätzliches Handeln auf die Behörde zu. Schliesslich darf wohl vorausgesetzt werden, dass bundesweit Behörden davon in Kenntnis gesetzt sind, dass es in der Republik neben den zehn Prozent, die über neunzig Prozent der Vermögen verfügen, folglich und tatsächlich einen hohen Prozentanteil von Bürgerinnen und Bürgern gibt, die über kein Vermögen verfügen und auf Grund ihres geringen Einkommens nicht nur kein Vermögen bilden sondern auch keinen Betrag von Euro zehntausend sich ersparen können. Dieser finanzielle Status, auch mit Prekariat und Armut bezeichnet, verstößt bis dato und defacto per se jedoch gegen keine Gesetzesvorschrift. Wie oben bereits gesagt.
Eine Administration, die in Kenntnis dieser Fakten KanalAnschlussGebühren rigoros in der gegenständlichen Höhe vorschreibt bzw mit Geldstrafe droht bei Nichterfüllung der Forderung, verwirklicht selbst genau den praktischerweise mir zugeschriebenen Tatbestand des fahrläßigen Verhaltens und vorsätzlichen Handelns. Auf Grund des festgestellten Sachverhalts liegt Rechtswidrigkeit und Verschulden seitens der Behörde vor.
Dies noch dazu vor dem Hintergrund der rückständigen Technologie der Anlage, an die meine Immobilie zwangsangeschlossen werden soll. Eine sogenannte Kanalanlage, ein Werk, das ein Produkt herstellt, das unter dem Markennamen Klärschlamm bekannt ist bzw allgemein als Sondermüll bezeichnet wird. Ein Produkt, das nie nirgends niemand haben will und in das eine Menge Geld hineingepumpt werden muss, um es irgendwo zu verstecken oder verschwinden zu lassen.
Was die Emissionsbilanz der Anlage im Detail betrifft, an die mich die Verwaltung zwangsanschliessen will, verweise ich auf meine Ausführungen in der Anlage mit dem Titel Emissionsbilanz des WC (water closet) und der Trockentoilette

Auf Grund der vorliegenden Fakten und Zusammenhänge beantrage ich, dass dieses dubiose Verfahren gegen mich umgehend eingestellt wird. Ich beantrage weiters, dass mir der in dieser Angelegenheit entstandene zeitliche Aufwand verursacht durch Recherche juristischer BasisInfo und Verfassen von Schriftsätzen, einschliesslich der Barauslagen für Konsultationen von Anwälten teilweise ersetzt wird. Dafür kann seitens der Behörde ein Betrag in der Höhe der von der Behörde von mir ursprünglich geforderten Summe von Euro 360,00 herangezogen werden.

Karl Katzinger

Anlagen:
Stellungnahme vom 31 März 2011
Einspruch vom 17 April 2011
Schreiben an Alois Hochedlinger vom 03 Mai 2011
Einnahmen/Ausgaben 2010/2011. Erstellt als integralen Bestandteil meiner Berufung vom 11 Nov 2011 gegen den Bescheid des GR Weitersfelden Bau-290-2011 vom 18 Juli 2011 gegen meinen Antrag vom 28 April 2011 auf Ausnahme von der Anschlusspflicht § 13 OÖ Abwasserentsorgungsgesetz
Emissionsbilanz der Trockentoilette und des WC (water closet)


Bankverbindung:
RAIBA FREISTADT
BLZ 34110
Knt Nr 2120004


PS Am 28 April 2011 wurde von mir an das Gemeindeamt Weitersfelden ein Antrag auf Ausnahme von der Anschlusspflicht § 13 OÖ Abwasserentsorgungsgesetz gestellt. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

 

2011 08 03 STRAFERKENNTNIS

 

Karl Katzinger
Forschungsinstitut Emissionsfreie Technologie
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
backwood@servus.at www.backwood.at www.sensenmaehen.at

Bezirkshauptmannschaft Freistadt
Promenade 5
4240 Freistadt 17 April 2011

betrifft: UR96-10-2011 vom 12 April 2011

EINSPRUCH

Ich bin seit etwa 20 Jahren selbständig im Kulturbereich tätig, und zwar an der Peripherie des Bundesgebietes. In einem Ort, in dem die Verwaltung der Meinung ist, 1,8 Mio Euro in den RohBau eines neuen Amtspalastes versickern lassen, für Kulturprojekte aber keine 10 Schilling zur Verfügung stellen zu können. Selbständig im Kulturbereich tätig bedeutet ferner, wie aus der Studie des BMUKK Zur Sozialen Lage der KünstlerInnen aus dem Jahr 2008 hervorgeht, dass das mittlere Einkommen von Kunstschaffenden aus künstlerischer Tätigkeit Euro 4500,00 im Erhebungsjahr beträgt. 37% der Kunstschaffenden müsssen von einem Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze leben.
www.bmukk.gv.at/kunst/bm/studie_soz_lage_kuenstler.xml
Mit meinem geringen Einkommen bin ich kein Einzelfall.
Die ANSCHLUSS-Gebühr an die Kanalanlage der lokalen Abwassergenossenschaft ist von astronomischer Höhe: Euro 9092,11. Angeblich bin ich laut §12 OÖ Abwasserentsorgungsgesetz verpflichtet, diese ANSCHLUSS-Gebühr zu zahlen. Der Paragraph schreibt vor, dass für eine Immobilie, die sich innerhalb eines Abstandes von 50 m zu einem bestehenden Kanalstrang befindet, die ANSCHLUSS-Pflicht festzustellen ist. Ein Gesetz, das die typischen Lobbyismus Kriterien aufweist, Merkmale wie sie seit dem Skandal um den ehrenhaften VP Politiker und EU Abgeordneten Strasser unlängst wieder medial bekannt gemacht worden sind. In erster Linie verdient an den Kanalbauvorhaben der Bankenkomplex. Die Bauten sind schliesslich alle kreditfinanziert. Ferner profitieren spezialisierte Industrieunternehmen und die Bauwirtschaft.
Meine kostengünstige und zugleich ökologische Lösung TROCKENTOILETTE und Pflanzenklärbeet für Waschlauge bzw noch einfacher: TROCKENTOILETTE und Gießen der Waschlauge auf abwechselnd benutzte Wiesenflächen braucht auf Grund des tollen Lobbying Paragraphen nicht einmal diskutiert werden.
Zur Ökologie der herkömmlichen high tech Kanalanlagen ist andererseits nicht viel zu berichten. Die Errichtung ist schon mit enormen Emissionen verbunden, der laufende Betrieb funktioniert nur unter ständiger Zufuhr von Energie, also ebenfalls Emissionen und das in der Anlage hergestellte Produkt, der Klärschlamm, wird selbst von offizieller Seite als SONDERMÜLL klassifiziert. Das Verstecken- oder VerschwindenLassen dieses SONDERMÜLLS verursacht wieder Emissionen. Der Nutzen für die Umwelt ist ein zweifelhafter, der Profit für die KanalLobby steht jedoch ausser Zweifel.

Auf Grund der Höhe meines Einkommens, das dem von Kunstschaffenden in der erwähnten Studie entspricht, bin ich nicht in der Lage, das Schutzgeld in der Höhe von 9092,11 an die Kanalmafia zu bezahlen.
Mich dafür noch zusätzlich mit einem Betrag von Euro 360,00 zu bestrafen ist gesetzeswidrig und steht in krassem Gegensatz zu den Menschenrechten. In welchem Land befinde ich mich hier? Weissrussland? Nordkorea? Syrien?
Im übrigen verweise ich auf meinen Einspruch/Kommentar zu UR01-23-2011 vom 16 März 2011 ANDROHUNG EINER ZWANGSSTRAFE, den ich der Einfachheit halber hier beilege.

Karl Katzinger

 

2011 04 12 STRAFVERFÜGUNG

2011 04 11 ANSCHLUSSGEBÜHR

 

 

 

Karl Katzinger
Forschungsinstitut Emissionsfreie Technologie
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
backwood@servus.at www.backwood.at www.sensenmaehen.at


Michael Gattringer
Bezirkshauptmannschaft Freistadt
Promenade 5
4240 Freistadt 31 März 2011


betrifft: UR01-23-2011 vom 16 März 2011


Sehr geehrter Herr Gattringer


Ihr Schreiben kann ich nur so interpretieren: Ich liege bereits am Boden und Sie treten auf mich ein. Möglicherweise handeln Sie auch bloss in Unkenntnis der Komplexität der Angelegenheit.
Ich bin seit über 20 Jahren im Kunst- und Kulturbereich tätig. Nicht zuletzt auf Grund von Reisen und Aufenthalten in der Dritten Welt bin ich es gewohnt, sparsam und anspruchslos zu leben und ich komme mit etwa € 600,00 im Monat aus.
Damit bin ich kein Einzelfall. Die Studie ZUR SOZIALEN LAGE DER KÜNSTLERINNEN des BMUKK aus dem Jahr 2008 kommt zu dem Ergebnis, dass 37% der Kunstschaffenden mit einem Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze auskommen müssen.
Weiters bin ich Vater von vier Kindern. Zwei davon im volkschulpflichtigen Alter. Sie verbringen etwa die Hälfte der Zeit bei mir, weil ich auch Obsorge berechtigt bin. Familienbeihilfe erhalte ich trotzdem nicht. Diese wird nur an Mütter ausbezahlt.
Meine Tätigkeit als Kulturveranstalter wird vom neuen Bürgermeister der Gemeinde Weitersfelden, Franz Hölzl, durch überzogene Auflagen und eigenmächtige Auslegung des OÖ Veranstaltungssicherheitsgesetzes behindert und eingeschränkt. Bgm und Gemeinderat verweigern auch stets unter Hinweis auf die angeblich angespannte Finanzlage der Gemeinde die Genehmigung von Förderungen für das Kulturprogramm des Kulturverein Backwood, dessen Vorsitzender ich bin. Gleichzeitig kann es sich diese Gemeinde jedoch leisten, einen Amtspalast um 1,8 Mio Euro Rohbaukosten hinzustellen und insgesamt, also auch für andere Bauprojekte auf Kredit, jährlich Zinszahlungen in der Höhe von etwa € 49.000,00 an den Bankenkomplex zu tätigen.

Den von Ihnen erwähnten nicht erfolgten Einspruch beim Verwaltungsgerichtshof konnte ich aus finanziellen Gründen nicht einbringen, weil er mit € 220,00 an Gebühren und zusätzlich Rechtsanwaltskosten verbunden war. So ähnlich schaut in diesem Land der Zugang zum Recht aus.

Technisch ist der ANSCHLUSS meiner Immobilie an das Kanalnetz der Abwassergenossenschaft Harrachsthal längst realisiert, da sich ein Kanalschacht samt Deckel auf meinem Grundstück befindet. Ich kann also jederzeit dort den Inhalt meiner TROCKENTOILETTE hineinleeren. Ich sehe jedoch keinen Grund von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, weil eine TROCKENTOILETTE produziert als feste Komponente nutzbringenden Kompost und als flüssige wertvollen Stickstoffdünger. Beides verwende ich in meinem Garten. Auch Waschlauge kann ich technisch gesehen jederzeit in den Kanalschacht der Abwassergenossenschaft Harrachsthal leeren. Davon mache ich keinen Gebrauch. Ich wasche fallweise damit mein Auto oder verteile sie mit der Giesskanne über einem Stück Wiese. Es gibt keinen natürlicheren Abbau von Waschlauge als durch das komplexe System von Microorganismen, das in den Wurzelgeflechten eines Stück Wiese enthalten ist. Diese Zusammenhänge waren bzw sind einer Beamtin der BezirksverwaltungsBehörde Freistadt jedoch weitgehend unbekannt, sodass sie mir mit Bescheid vorschrieb, diese Praxis einzustellen. Der Bescheid wurde auf Grund meiner Berufung mit Bescheid vom 06 Nov 2009 unter Wa-2009-602637/4-Mül/Ka von der zweiten Instanz aufgehoben.
Bad gibt es keines in meinem Haus. Aus dem nichtvorhandenen Badezimmer kann ich also auch nicht so leicht einen Behälter mit Badewasser oder ähnlichem bis zum Kanalschacht der Abwassergenossenschaft Harrachsthal hinaustragen und dort hineinleeren.

Ich habe übrigens auch ein Pflanzenklärbeet nach den üblichen Standards angelegt. Es wurde kindischerweise von derselben Beamtin der Bezirksverwaltungsbehörde für ILLEGAL erklärt. Nicht weil es nicht funktionieren würde, sondern weil es in der Nähe eines Kanalanlagenbetreibers liegt, der auf (amtsdeutsch) ABWASSERENTSORGUNG ein Monopol hat. Die Kanalbetreiber haben mit dem extra für sie ins Leben gerufenen
§ 12 OÖ Abwasserentsorgungsgesetz ein Instrumentarium in der Hand, alternative Lösungen, wie etwa meine ökologische auf emissionsfreier Technologie basierende, zu verhindern. Dass es dieser Lobby nicht um Ökologie geht, sieht ein Blinder. An der high tech Kanalanlage profitieren in erster Linie: der Bankenkomplex, einige spezialisierte Industriezweige und die Bauwirtschaft. Alle derartigen Anlagen sind schliesslich kreditfinanziert.

Der lokale Kanalbetreiber hat mir nun eine Bankdrucksorte mit einem darauf angegebenen Betrag von € 9159,26 übermittelt. Der Höhe des Betrages nach zu schliessen, handelt es sich um die höchste Kanalanschlussgebühr der Welt. Das Kanalnetz scheint mir wohl für V.I.P's ausgelegt.
Meine Scheisse derart zu vergolden, dafür fehlt mir nicht nur der notwendige Hausverstand sondern das nötige Kleingeld. Der Betrag übersteigt mein jährliches Einkommen um mehrere 1000 (in Worten: Tausend) Euro. Sie werden auch nachvollziehen können, dass bei einem so niedrigen Einkommen wie meinem keine Reserven angespart werden können.
Da ja keine ökologische Notwendigkeit besteht, die Dienste dieser Anlage in Anspruch zu nehmen, handelte es sich bei diesem Betrag um eine mehr als fragwürdige Transferzahlung, eine Art Schutzgeld an den Kanalbetreiber also reine Abzocke.

In dieser bereits prekären Situation kommen Sie daher und treten munter auf mich ein. Was soll das, frage ich Sie? Sind Sie einer jener Schreibtischtäter, denen alles wurscht ist?

Warum bekämpfen Sie jemanden, der ohnehin seit Jahren engagiert im Ökobereich tätg ist. Suchen Sie sich doch einen Feind, der Ihrem Kaliber entspricht. Etwa Wasserverschmutzer großen Stils. Diese erkennt man an den monströsen Kesseln, die sie mit überdimensionierten Traktoren über Wiesen und Felder ziehen und deren Inhalt sie darüber mit Druck verspritzen oder man erkennt sie an Kunststoffbehältern, deren Inhalt über Düsen von Feldspritzen auf Ackerflächen fein verteilt wird. Nur um zwei Beispiele zu nennen.

Mich mit einem Geldbetrag von € 250,00 zu bestrafen, weil ich dem KanalMonopol nicht € 9159,26 an Schutzgeld in den Rachen werfen kann, entbehrt jeder Logik und ist unzulässig.
Ich fordere Sie auf, diese absurde Aggression mir gegenüber einzustellen.

Karl Katzinger

 

 

 

 

 

 

Karl Katzinger
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
T 07952-8235
email: backwood@servus.at www.backwood.at

Gemeinderat
Gemeindeamt
Markt 11
4272 Weitersfelden 19 Feb 2011

betrifft: GR Sitzung am 11 März 2011
Antrag auf Erlass der Kosten des Kanalanschlusses bzw Übernahme durch die Gemeinde Weitersfelden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister
Sehr geehrte Damen und Herren im Gemeinderat

Ich habe in früherer Korrespondenz eine kostengünstige und ökologische Technik zur Vermeidung von Wasserverunreinigung und Trinkwasservergeudung, Amtsdeutsch Abwasserentsorgung, im Detail beschrieben. Kurz gesagt handelt es sich bei dieser Emissionsfreien Technik um eine TROCKENTOILETTE und ein PFLANZENKLÄRBEET für Waschlauge. Diese, wenn auch nicht so bequeme dafür aber sportliche und wie bereits gesagt leistbare und ökologische Lösung des AbwasserProblems braucht aber anscheinend von der Bürokratie nicht einmal diskutiert werden. Es wird einfach kategorisch eine Anschlußpflicht an eine high tech Anlage diktiert. Diese für mich sehr unerfreuliche Situation hat mich bereits enorm viel Nerven, Zeit und auch Geld gekostet. Ich wäre auch bereit, mein einziges Waschbecken im Haus an die Anlage anschliessen zu lassen. Abwaschwasser und Waschlauge verwende ich auch weiterhin im Garten. Das ist legal und ökologisch. Herkömmliche Anlage leiten diese Wässer grossteils bloss in verdünnter Form in den Fluß. Ausserdem habe ich ja ein Klärbeet nach aktuellen Standards angelegt. Nicht auszuschliessen, dass auch die Bürokratie lernfähig ist und sich eines Tages zu einer Genehmigung entschliesst. De facto würde ich also die Dienste dieser Anlage gar nicht in Anspruch nehmen.
Ich bin seit Jahrzehnten freiberuflich im Kunst-, Kultur und Ökobereich tätig und das in diesem hinteren Winkel des Bundesgebietes. Mein Einkommen liegt deshalb unter der sogenannten Armutsgefährdungs-grenze und bloss weil ich ohne Komfort lebe, auch mit substandard übersetzbar, komme ich mit diesem geringen Einkommen überhaupt aus. Von Ersparnissen kann nicht die Rede sein. Ich wüsste und weiss also nicht, wie ich die hohe Anschlussgebühr bezahlen könnte. Aus diesem Grund habe ich eben selbst versucht, eine leistbare und ökologische Methode zur Vermeidung von Wasserverunreinigung und Trinkwasser-vergeudung zu entwickeln.
Es bleibt mir gar keine andere Möglichkeit als den Antrag zu stellen, dass die Gemeindeverwaltung die Kosten dieses Anschlusses übernimmt bzw den Betrag wertberichtigt, abschreibt, erläßt, storniert oder wie auch immer davon absieht.
Abgesehen davon ist anzumerken, dass es in einer Demokratie wohl nicht akzeptabel sein kann, dass eine Gemeindeverwaltung für sich selbst aus Steuergeldern einen Amtspalast baut und andererseits die Bewohner der Gemeinde zwingt, die Kosten der Abwasseranlage selbst zu bezahlen. Sollte eine Gemeinde-verwaltung nicht zum Wohle der Bewohner, Amtsdeutsch Bürger, da sein? Hier müssen ja eindeutig die Bewohner für den Luxus der Verwaltung herhalten. Das sind unzumutbare und hoffentlich auch unhaltbare Zustände.

mit freundlichen Grüßen
Karl Katzinger

 

 

Karl Katzinger
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
T 07952-8235
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Wassergenossenschaft Harrachsthal
Harrachsthal 22
4272 Weitersfelden 08 März 2011

betrifft: Schreiben vom 16 Feb 2011.

Sehr geehrte Dame
Sehr geehrte Herren

Der von Ihnen auf beigelegter Bankdrucksorte bekanntgegebene Betrag von € 9159,26 dürfte wohl weltweit der höchste Betrag sein, der für einen Anschluss an ein Kanalnetz verlangt worden ist. Der Höhe des Betrages entsprechend muss es sich um ein Exclusiv Kanalnetz für V.I.P.s handeln. Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie mir aussagekräftige Unterlagen, wie es zu dieser Preisbildung kommt, übermitteln könnten. Unterlagen über die Abrechnung der Baukosten der Anlage etwa.
Ich darf in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass auf Grund der Verlegung des Kanalstranges der Wassergenossenschaft Harrachsthal durch die Quelle des von mir verwendeten Brunnens im Jahr 2008 ein Rechtsstreit entstand, im Verlauf dessen mein Einkommen ja aktenkundig wurde. Die astronomische KanalAnschlussgebühr übersteigt um mehrere tausend Euro mein jährliches Einkommen.
Ich habe aus diesem Grunde auch eine alternative, gleichermassen kostengünstige wie ökologische Technik (low tech) zur Vermeidung von Wasserverunreinigung und Trinkwasser-vergeudung, amtsdeutsch Abwasserentsorgung, entwickelt. Diese Technik beruht auf Verwendung einer TROCKENTOILETTE, in der die Fraktionen getrennt aufgefangen, und in Folge getrennt prozessiert werden und eines Pflanzenklärbeets für Waschlauge.
Attached finden Sie eine detaillierte Beschreibung des Projekts.
Angesichts sinkender Löhne, steigender Kosten, defizitärer Haushalte der Kommunen ua eine zeitgemäße, moderne und auch sportliche Lösung, der sich auch Abwassergenossenschaften, die üblicherweise konventionelle high tech Anlagen favorisieren, in Zukunft nicht verschliessen sollten. Ihre Anlagen werden, wenn sie es nicht schon sind, unfinanzierbar.
Bei herkömmlichen Anlagen, wie der gegenständlichen Anlage der Abwassergenossenschaft Harrachsthal stehen ökologische Kriterien ohnehin an letzter Stelle. Ganz oben dafür die Gewinne des Bankenkomplex, der Industrie und der Bauwirtschaft.
Sie erwähnen in Ihrem Schreiben auch ein Schreiben der Marktgemeinde Weitersfelden vom
1 Feb 2011, das Sie offenbar zu dem Entschluß gedrängt hat, von mir diese Anschlussgebühr abzukassieren. Übermitteln Sie mir doch auch davon eine Kopie.

mit freundlichen Grüßen
Karl Katzinger

Anlage: Projekt Trockentoilette

 

 

 

 

 

 

 

Karl Katzinger
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
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Gemeindeamt
4272 Weitersfelden 28 Dez 2009

betrifft: Bescheid vom 18 Dez 2009 zu Bau 209-2009 Anschlusszwang an eine Kanalisationsanlage

BERUFUNG REKURS VORSTELLUNG

Im BESCHEID des gegenständlichen Schriftstückes wird verkündet, der Gemeinderat habe sich am 17 Dez 2009 mit meiner Berufung vom 19 Aug 2009 befasst. Diese Feststellung kann ich nicht bestätigen. Ich war bei der Sitzung als Beobachter. Von den anwesenden Stockfischen wurde keine Silbe geäussert. Daraufhin wurde auf eine Aufforderung des Bgm abgestimmt und die unbegründete Abweisung meines Berufungsantrages einstimmig angenommen.
Der Verfasser des erwähnten Schriftstückes, der Vize Bgm, stellt im SPRUCH erneut die Anschlusspflicht an eine Kanalanlage fest und gleich darauf befindet er, dass "im Übrigen die Berufung als unbegründet abgewiesen wird". Das Wörtchen als ist hier offenbar versehentlich oder irrtümlicherweise hineingerutscht.
Tatsache ist, dass in dieser Versammlung stummer Gemeinderäte kein Millimeter auf den Inhalt meiner Berufung eingegangen wurde. Ich vermute aus folgenden Gründen. Der ökologische Horizont der Versammelten und des Verfassers des BESCHEID ist ein folgendermassen begrenzter, er endet bereits bei 50 Meter. Spätestens dort liegt unter der Erde der KANALSTRANG vergraben. Wie ist der dort hingekommen? Er wurde in monatelanger Bauarbeit unter Einsatz von unterschiedlich grossen KettenBaggern, Radladern, Lastkraftwagen und Sattelschleppern, Muldenkippern, Tiefladern, Kompressoren, Presslufthämmern, Stromaggregaten, vielleicht auch Schaufeln und Krampen (Spitzhacken) dort verlegt. Wenn man sich jetzt abgesehen von den dabei verursachten Emissionen vor Augen führt, welche Emissionen schon bei der Erzeugung all dieser Maschinen produziert wurden, weiters bei der Förderung des Treibstoffes, der diese Maschinen antreibt, seiner Raffination und Distribution, ja dann, was ist dann? Vielleicht könnte das mit Auswirkungen in Zusammenhang gebracht werden, die jetzt Massnahmen zum Klimaschutz erfordern?
Egal, wie auch immer, jedenfalls kann eine Trockentoilette aus ein paar Brettern zusammengenagelt und ganz einfach mit zwei verschiedenen Behältern ausgestattet werden.
Der Bgm jedenfalls ist Promotor einer spektakulären, grosstechnischen Lösung und mit ihm die stummen TeilnehmerInnen der GR Sitzung. Es geht nicht um ökologische Lösungen sondern einzig um die Ankurbelung der Bauwirtschaft, also um Geld, also um Anschlussgebühren.


Auf Grund des Umstandes, dass inhaltlich auf meine Berufung mit keiner Silbe eingegangen wird, beschränke ich mich in dieser Berufung auf die kurze Auflistung der von mir durchgeführten Massnahmen und verweise im übrigen auf meinen Text PILOTPROJEKT NACHHALTIGER UMGANG MIT ABWASSER in meiner Berufung vom 19 August 2009, auf den wie gesagt mit keiner Silbe eingegangen worden ist und den ich dieser Berufung wieder anschliesse.

Mein Abwasserkonzept gründet auf VERMEIDUNG und REINIGUNG. Die Verwendung einer Trockentoilette erspart grosse Mengen eines problematischen AbwasserCocktails. Es fällt also bloss noch Waschlauge, Seifenlauge und Abwaschwasser in meinem Haus an, das abgeleitet werden könnte. Diese Fraktionen werden von mir nicht abgeleitet, sondern in einem Behälter aufgefangen und händisch auf Wiesenflächen verteilt. Diese Praxis entspricht den derzeitigen Verordnungen. (Bescheid des Amt der OÖ Landesreg. Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft vom 6 Nov 2009 GZ Wa-2009-602637/4Mül/Ka)
Was könnte ich also noch an potentiell umweltgefährdenden Abwässern ableiten? Das Waschwasser von Reis und Rosinen oder von Gemüse und Obst aus herkömmlicher Landwirtschaft, hergestellt unter Verwendung von Pestiziden und Kunstdünger? Selbst dieses Wasser wird nicht den Grad der Kontamination aufweisen, wie jenes, das aus den VOLLBIOLOGISCHEN KLÄRANLAGEN in die Flüsse gepumpt wird.
Ich leite also annähernd Trinkwasser ab, es kann schon einmal etwas Erde von einer Kartoffel oder Sand von einer Karotte dabei sein. Dieses Wasser fliesst in einem Rohr mit 4cm Durchmesser durch die Wand meines alten Hauses und dann in Folge in ein Becken, das ursprünglich als PflanzenKlärbeet angelegt worden ist. Leider ist es von einer engagierten Umweltschützerin im Dienste der Administration als illegal enttarnt worden, dadurch in Ungnade gefallen und somit untragbar geworden. Ich habe daraus die Konsequenzen gezogen und verwende das ehemalige Klärbeet nicht mehr als solches sondern ausschliesslich um dort Schilfpflanzen zu kultivieren. Geplante Nutzungen sind weiters als kleines Versuchsfeld für Reisanbau oder als Gartenteich mit zwei bis drei Goldfischen.


Ich weise abschliessend noch einmal darauf hin, dass aus meiner Immobilie nur klares, also sauberes Wasser abgeleitet wird, keinesfalls verunreinigtes Wasser im Sinne des OÖ Abwasserentsorgungs-gesetzes 2001.
Die Feststellung einer Anschlusspflicht ist deshalb unbegründet und reichlich unsinnig. Eine Verpflichtung zum Anschluss an die zentrale Anlage einer örtlichen Genossenschaft besteht demnach nicht.


mit freundlichen Grüssen
Karl Katzinger

 


 

 

 

 

Karl Katzinger
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
07952-8235
backwood@servus.at www.backwood.at www.sensenmaehen.at

Gemeindeamt
4272 Weitersfelden 19 Aug 2009

betrifft: OÖ Abwasserentsorgungsgesetz 2001
Bau-209-2009

BERUFUNG

Wie in meinem Schreiben vom 15 Sept 2008 bereits kommuniziert, werden von meiner Liegenschaft keine Abwässer im Sinne des OÖ Abwasserentsorgungsgesetz 2001 abgeleitet. Eine Verpflichtung zum Anschluss an die zentrale Anlage einer örtlichen Genossenschaft besteht demnach nicht.

Das im SPRUCH auf Seite 4 erwähnte Nebengebäude ist im übrigen mit keinen Rohrleitungen ausgestattet. Weder Zuleitung noch Ableitung. Das Gebäude ist sozusagen trocken. Offenbar aber möchte der Bürgermeister trotzdem ein paar Tropfen anschlusspflichtiges Abwasser aus dem Gebäude pressen. Dies kann wohl nur im Zusammenhang mit den für die Betreiber der zentralen örtlichen Anlage verbundenen Einnahmen an Gebühren gesehen werden. Die Promotion des Konzepts der zentralen örtlichen Anlagen ist dem Bürgermeister offenbar ein Herzensanliegen, da er nicht müde wird, durch alle Ortschaften des Gemeindegebietes zu touren, um es zu verbreiten.
In der BEGRÜNDUNG wird auf das angesprochene Gebäude bezogen festgestellt, dass sich im gegenständlichen Objekt "ein Veranstaltungsraum für sogenannte Kulturveranstaltungen mit Musik-, Theater- und Filmvorführungen befindet". Dazu möchte ich klarstellen, dass es sich um Kulturveranstaltungen handelt und nicht um "sogenannte Kulturveranstaltungen". In dem Gebäude werden seit 1993 in kleinem Rahmen Kulturveranstaltungen realisiert. Diese werden, wenn auch nur marginal, sowohl von der Landeskulturdirektion als auch vom Bundesministerium Unterricht, Kunst und Kultur gefördert. Beim BMUKK ist für eine Förderung die Empfehlung eines Beirats notwendig. Die personelle Zusammensetzung dieses Beirats wechselt in zeitlichen Abständen. Es darf wohl angenommen werden, dass diesem Gremium Fachleute aus dem Kulturbereich angehören.
Die geringschätzige Beurteilung der kulturellen Aktivitäten des Vereins BACKWOOD ASSOCIATION CULTURELLE, dessen Vorsitzender ich bin, kann als Indiz gelten für eine persönliche, grundlegend ablehnende Einstellung auch gegenüber meinem ökologischen PilotProjekt eines nachhaltigen Umgangs mit Abwasser. Dieses Projekt ist in meiner Berufung vom 13 Feb 2009 gegen den Bescheid der BH Freistadt Wa10-201-2008 detailliert beschrieben. Einige Argumente in der BEGRÜNDUNG von Bau-209 2009 verweisen und stützen sich auf den Bescheid Wa10-201-2008. Dies ist unzulässig, da es bis dato keine Entscheidung der Berufungsinstanz gibt. Ebenso unzulässig ist der Verweis auf einen Befund des Bausachverständigen auf Seite 4, da mir bis dato dazu kein einspruchsfähiger Bescheid vorgelegt oder übermittelt worden ist


PILOTPROJEKT NACHHALTIGER UMGANG MIT ABWASSER

In meinem Haus gibt es zwei Waschbecken aus Porzellan. Es gibt kein Bad, keine Abwasch, keinen Geschirrspüler und auch keine angeschlossene Waschmaschine. Selbstverständlich gibt es auch kein water closet (WC).
Ich habe im Herbst 2008 ein Klärbeet angelegt, mit der Absicht, dorthin das Wasser aus meinem Waschbecken zu leiten. Dabei handelt es sich um Wasser, wie es beim Salatwaschen, Händewaschen und eventuell Wäschewaschen anfällt.
In den Jahren vor Errichtung des Klärbeetes habe ich das verwendete Wasser folgendermassen gereinigt:
Wasser vom Geschirrabwasch, Quantität etwa 4-5 Liter alle zwei bis drei Tage, habe ich mit Schwung auf ein Stück Wiese in meinem Garten geleert. Dies ohne jedwede Bedenken deshalb, da ich chemische Abwaschhilfen sparsam und selten, sehr oft aber bloss das Kochwasser von Teigwaren oder Kartoffeln verwende, dem eine fettlösende Wirkung eigen ist. Da ich vegetarisch koche, ist der Anteil von Fett gering. Zusätzlich reinige ich von Fett verunreinigtes Geschirr zuvor mit Küchenrolle. Feste organische Abfälle landen auf dem Komposthaufen.
Waschlauge, Quantität von 10 Liter einmal in drei Wochen und etwa dieselbe Menge erstes Schwemmwasser, habe ich ebenfalls mit Schwung auf ein Stück Wiese in meinem Garten geleert. Durchaus fein verteilt auf eine grössere Fläche.
Wiese, das ist bekanntlich Gras, Wurzelgeflechte, Bodenbakterien. Mit anderen Worten: ein natürliches System, Wasser zu reinigen. Bedingt durch die GERINGEN Mengen GERINGFÜGIG verunreinigten Abwassers, noch dazu in zeitlichen Abständen und abwechselnd auf verschiedene Flächen verteilt, kann bei dieser Art der AbwasserReinigung von EINDRINGEN IN DEN BODEN nicht gesprochen werden. Diese Mengen im Milliliterbereich bezogen auf Quadratdezimeter werden bereits von den Wurzelgeflechten absorbiert. Daraus die Verunreinigung von Gewässern oder Beeinträchtigung des Bodens abzuleiten, entbehrt jeder haltbaren wissenschaftlichen Grundlage.
Diese Gefahr besteht sehr wohl bei den als VOLLBIOLOGISCH bezeichneten Grossanlagen. Anlagen, für die extra diese Worthülse erfunden worden ist, die aber tagtäglich Kubikmeter von bloss prozentuell gereinigten Abwässern in Bäche und Flüsse leiten. Anlagen, die ausserdem Klärschlammmengen von problematischster Zusammensetzung produzieren, die wiederum auf Wiesenflächen verteilt werden, was den Ruin der Flächen verursacht. Das spielt aber keine Rolle, der Schaden wird in Euro ausgerechnet, dem Grundstücksbesitzer ausbezahlt, der daraufhin die Fläche zur Produktion von EnergieHolz verwenden kann. So einfach ist das vergleichsweise im Kubikmeterbereich.

Im BH Freistadt Bescheid Wa10-201-2008 wird die Einstellung der Praxis gefordert, die angegebenen Mengen ABWASCHWASSER und WASCHLAUGE in der von mir beschriebenen Art und Weise in die Wiese zu leeren. Als Begründung werden gleich mehrere Gesetzestexte strapaziert, von denen jedoch diese Forderung nicht abgeleitet werden kann. Da sie in ihren Ausführungen den detaillierten Bezug zu den angeführten Texten schuldig bleibt, entspricht die Forderung wohl eher dem Wunschdenken der Verfasserin des Bescheides.
Der dahinterstehenden Logik zufolge, müssten etwa alle Scheibenwaschanlagen von Automobilen verboten werden. Die Waschmittel in diesen Anlagen werden bekanntlich auf die Scheiben gespritzt, wo sie sich wohl kaum in nichts auflösen. Eher ist anzunehmen, dass diese Substanzen von der Strasse in den Strassengraben und in die Wiese gelangen. Ebenfalls entgegen dieser Logik werden Automobile von ihren Besitzern immer wieder gewaschen, auch mit Waschlauge oder Shampoo. Da die Variante, Waschlauge über ein Automobil zu leeren gesetzeskonform scheint, kann ich gerne auch davon Gebrauch machen. Es würde mich persönlich auch interessieren, wie die Behörde die offenbare Unbedenklichkeit des AbwasserCocktails aus Streusalz, Reifenabrieb und Mineralölpartikel begründet, der in Kubikmetermengen an die Strassenränder brandet, um daraufhin in Wiesengrundstücken zu versickern.

Weiters fällt noch Badewasser an in meinem Haus. Da ich kein Bad habe, bade ich wie weiland schon meine Grosseltern, die hier vor mir gewohnt haben. Aus gesundheitlichen, um den ph-Wert von Haut und Haar nicht durcheinanderzubringen, und aus ökologischen Gründen, verwende ich weder Seife noch Shampoo oder irgendwelche Badewasserzusätze. Dieses Badewasser habe ich früher ganz unverfroren in den Bach geleitet. Sollte daran etwas auszusetzen sein, müsste gemäss dieser Logik auch jedwedes Baden von Einheimischen und ausländischen Gästen in Seen, Moorteichen und Bächen verboten sein oder werden. Es ist jedoch eher so, dass das Baden in Flüssen und Bächen nicht ratsam bis verboten ist, wenn die Konzentration von Abwasser zu gross ist, das zb von VOLLBIOLOGISCHEN Kläranlagen hineingeleitet wird. Bekanntlich arbeiten diese Anlagen mit einer Effizienz, die 100% nie erreicht. Wobei dahingestellt bleibt, inwieweit man den bekannt gegebenen Angaben der Betreiber Glauben schenken kann und wie diese Angaben überhaupt interpretiert werden können.

Wie schon in meinem Schreiben vom 15 09 2008 an die Gemeinde Weitersfelden dargestellt, beruht mein Konzept auf VERMEIDUNG und der REINIGUNG von Abwasser. Vermeidung wird hauptsächlich durch die Verwendung des Typs TROCKENTOILETTE erzielt. Dadurch kommt schon kein, in seiner Zusammensetzung problematischer AbwasserCocktail zustande, wie bei Verwendung eines water closet. Ausserdem verringern sich die Quantitäten signifikant. In der Folge kommt es zu keinen problematischen Klärschlammmengen, deren Schicksal ja im Dunklen bleibt bei den VOLLBIOLOGISCHEN Anlagen.
Meine Forschung und Praxis im Bereich VERMEIDUNG und REINIGUNG von Abwasser erstreckt sich auf über ein Jahrzehnt und ich betrachte dieses Projekt, nicht zuletzt auf Grund des liebevollen Verständnisses, das der Bürgermeister ihm entgegenbringt, als ein ÖKOLOGISCHES PILOTPROJEKT. In diesem Kontext gesehen, ist die Administration sicher besser beraten, das Projekt zu fördern als es auf unproduktive Art und Weise abzuwürgen.
Das Projekt spiegelt aktuell auch die Problematik FINANZKRISE, nicht die der Banken sondern die des/der einzelnen. Steigende Arbeitslosigkeit, Gehaltskürzung, sprich freiwilliger Gehaltsverzicht, Pensionskürzung, haben schliesslich Auswirkungen, oder nicht?
Mein Projekt vereint deshalb ÖKOLOGISCHE EFFIZIENZ und FINANZIELLE LEISTBARKEIT.
Die AnschlussKosten an die VOLLBIOLOGISCHE zentrale Abwasseranlage der örtlichen Wassergenossenschaft bewegen sich angeblich in Höhe von € 6000-7000,00, noch nicht gerechnet die Kosten des Hausanschlusses. Was soll daran für jemanden VOLLBIOLOGISCH sein, dessen Jahreseinkommen schon die Höhe dieses Betrages nicht erreicht? Bloss jemand, der auf einem geschützten Arbeitsplatz herumsitzt, wie etwa der unterzeichnende Bürgermeister oder sein ghost writer, kann ruhigen Gewissens der Meinung sein, man könne auf Berücksichtigung dieser Umstände getrost verzichten.

Ich beantrage deshalb, meine engagierte Auseinandersetzung mit dem Problem Abwasser nicht weiter durch absurde Argumentation wie etwa ANSCHLUSSPFLICHT zu sabotieren, weiters, die von mir ergriffenen Massnahmen lieber erfreut zur Kenntnis zu nehmen und das von mir quasi als Fleissaufgabe errichtete Klärbeet als effiziente Massnahme zur Reinigung des tatsächlich nur GERINGFÜGIG verunreinigten und in GERINGER Quantität vorkommenden Abwassers neidlos als das zu akzeptieren, was es ist, nämlich eine finanziell leistbare, ökologisch nachhaltige Lösung.

Alternativ dazu biete ich noch folgende möglicherweise kabarettreife Variante an:
Zum Händewaschen benutze ich seit eh und je ja ausschliesslich Kernseife. Selbst darauf verzichte ich in Zukunft und wasche meine Hände nur noch mit Holzasche, die ich der Aschenlade meines alten Tischherdes entnehme, der sich in Griffnähe zu meinem Waschbecken befindet. Mit diesem HolzascheAbwasser giesse und gleichzeitig dünge ich das Gemüse in meinem Garten.
In Zukunft verzichte ich beim Geschirrabwaschen vollkommen auf die Verwendung eines Spülmittels, vielmehr verwende ich auch da nur noch Holzasche.
Das Badewasser, Zusammensetzung wie weiter oben bereits beschrieben, leite ich weiterhin unverfroren in den Bach. Die Werte dieses Wassers werden jeden Klärwart einer VOLLBIOLOGISCHEN Anlage vor Vergnügen hüpfen lassen, würde er sie mit seiner Anlage erreichen. Fallweise bis immer werde ich das Badewasser auch zum Sprengen des Rasen oder zum Giessen der Blumen in meinem Vorgarten verwenden.
Mit der Waschlauge wasche/wische ich zuerst die Fussböden in meinem Haus und anschliessend reinige ich die Steinstufen im Eingangsbereich oder die Felgen, Reifen, Radkästen, Stossstangen, Nummerntafeln etc meines KFZ.

Last but not least darf ich noch erwähnen, dass ich in der warmen Jahreszeit im Garten dusche, selbstverständlich ohne Verwendung irgendwelcher Chemikalien. Das Wasser fliesst dann direkt in das Gras. Wenn es die Witterung erlaubt, koche ich auch im Freien und wasche dort auch gleich das Geschirr ab. Letzteres wiederum unter ausschliesslicher Verwendung von Holzasche. Immer öfter wasche ich auch Wäsche mit der Hand. Auch im Freien. Die dabei anfallenden geringen Mengen an Waschlauge verwende ich zur Reinigung der RecyclingGlasfenster meines Gartenhauses oder wie oben bereits angedeutet, reinige ich damit pico bello die Kennzeichentafeln meines KFZ.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karl Katzinger
Harrachsthal 8
4272 Weitersfelden
07952-8235
backwood@servus.at www.backwood.at www.sensenmaehen.at


Marktgemeindeamt
4272 Weitersfelden 15 Sept 2008


betrifft: Kanalisation Harrachsthal. Schreiben vom 26 08 2008


Sehr geehrte Damen und Herren


Bezugnehmend auf das gegenständliche Schreiben teile ich mit:
Von meiner Liegenschaft werden keine Abwässer im Sinne des OÖ Abwasserentsorgungsgesetz 2001 abgeleitet.
Dies auf Grund innovativer Technik und ökologischer Praktiken.
Meine Toilette funktioniert, analog der Sortierung von Abfall, auf Basis der Trennung von festen und flüssigen Bestandteilen. Die Feststoffe werden im Behälter kontinuierlich mit Holzasche und Sägespäne bedeckt, in der Folge am Komposthaufen mit bereits vorhandenem Kompost und Erde vermischt und mit Grasschnitt, Laub etc bedeckt. Die flüssigen Anteile werden in einem Behälter aufgefangen und in meinem Obstgarten als Dünger ausgebracht.
In meinem Haus befindet sich weder eine installierte Abwasch noch ein Badezimmer und auch keine installierte Waschmaschine. Es gibt nur zwei PorzellanWaschbecken, wovon eines sich in der Küche befindet, das andere in einem Raum, der sich in Renovierung befindet und einmal ein Gästezimmer werden soll.
Anfallendes Abwaschwasser und auch Waschlauge verteile ich aus einem Eimer im Gras in meinem Obstgarten oder auf Wiesenstücken, die zu meiner Liegenschaft gehören. Badewasser leite ich, da ich weder Seife, Shampoo noch sonstige Chemikalien verwende, über eine Dachwasserableitung in einen Graben, der als Rohr weiter zum Fluss Waldaist führt. Abwässer aus meinem PorzellanWaschbecken werde ich in naher Zukunft in ein Klärbeet mit Pflanzenbewuchs leiten, wo sie, falls verunreinigt, ökologisch gereinigt werden. Die Fertigstellung des Klärbeetes erfolgt in den kommenden Wochen.

Auf Grund des bisherigen, jahrelang bereits praktizierten ökologischen Umgangs mit Abwasser, ist keine Notwendigkeit eines Anschlusses an die gerade fertiggestellte zentrale Kanalisationsanlage in der Ortschaft Harrachsthal gegeben oder erforderlich. Eine Anlage im übrigen, die bloss einen derzeitigen technischen Standard wiederspiegelt, jedoch weit davon entfernt ist, ökologischen Kriterien zu entsprechen. Die Emissionsbilanz dieser Anlage kann sich sehen lassen. Vier Monate Bauzeit. Mindestens zwei Bagger, zwei Muldenkipper, LKWs, Tieflader, Kompressoren und andere Baumaschinen erzeugen in diesem Zeitraum von früh bis spät Emissionen. Dazu kommen die Emissionen bei Herstellung und Transport der high tech Materialien für die Anlage, wie Kunststoffrohre, Betonschächte, weiters Emissionen, die schon bei der Herstellung der Baumaschinen entstanden sind und schliesslich die Emissionen, die bereits bei der Förderung, der Raffination und dem Transport des Treibstoffes entstehen, der die Baumaschinen antreibt und die Herstellung der Kunststoffrohre und der Betonschächte ermöglicht. Die Liste lässt sich noch verlängern. Weiter zum Betrieb der Anlage. Dieser ist ebenfalls mit Emissionen verbunden, weil die Anlage ständig mit Energie versorgt werden muss. Schliesslich der produzierte Klärschlamm, der als Sondermüll endgelagert werden müsste, möglicherweise aber munter in den Luftraum vergast werden wird. Unberücksichtigt sind weiters die globalen klimatischen Veränderungen, die aktuell Überschwemmungen, Stürme und andere Naturkatastrophen nach sich ziehen und den Ausfall der Anlage verursachen können. Schliesslich der sozio-ökonomische Aspekt der Anlage, die finanziellen Kosten für die angeschlossenen Anschlusspflichtigen. Die Mehrzahl der Beteiligten wird die Banknoten für den Anschluss nicht einfach aus dem Ärmel schütteln können, sondern durch Herunterschrauben des Lebensstandards aufbringen oder durch Mehrarbeit erwirtschaften müssen. Also wieder anstatt entspannt tief durchatmen, weiterhin Vollgas geben, Emissionen produzieren.
Diese Anlage, deren ursprüngliche Intention angeblich die Verminderung von Emissionen gewesen sein soll, ist direkt und indirekt für die Erzeugung von Emissionen verantwortlich.
Eine tatsächlich ökologische Abwasserreinigung kann nicht daran vorbeikommen, den grössten Verursacher von Abwasser, die rückständigste Komponente in diesem System, das WC, water closet, in Frage zu stellen.
Unter diesem komplexen Aspekt betrachtet, besteht keine Anlass, mein bisher praktiziertes, innovatives Konzept einer ökologischen Abwasservermeidung und Abwasserreinigung durch eine Anschlusspflicht in die Steinzeit des Umweltbewusstseins zu bombardieren.
Ich darf Sie zum Schluss kommend noch mit meiner persönlichen finanziellen Situation vertraut machen. Freiberuflich im Kunst-, Kultur- und Ökobereich tätig, ist mein Einkommen unregelmässig und liegt seit Jahren unter der Armutsgrenze. Ich verfüge deshalb auch über keine Ersparnisse und kann auch nicht annehmen, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Dazu kommen noch Sorgepflichten für Kinder. Selbst wenn ich gerne möchte, könnte ich an dem Projekt der zentralen Kanalisation Harrachsthal nicht teilnehmen.

Abschliessend wiederhole ich, dass keine ungereinigten Abwässer von meiner Immobilie abgeleitet werden. Richtigerweise ist das OÖ Abwasserentsorgungsgesetz 2001 nicht anzuwenden und es ist davon auszugehen, dass eine Anschlusspflicht an die zentrale Anlage in der Ortschaft Harrachsthal nicht besteht.


mit freundlichen Grüssen
Karl Katzinger